Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, Simenons zu verkaufen, die ich doppelt hatte. Das muss ich natürlich ein wenig konkretisieren - Ausgaben, die ich doppelt habe. Der ursprüngliche Gedanke, Platz zu schaffen, hat sich allerdings schon wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Denn das, was ich verkauft habe, habe doppelt wieder eingekauft. Simenon, die ich meinte haben zu müssen. Oft für einen Appel und Ei. Oft genug aber auch für ein wenig mehr. Und Filmprogramme. Fotos.

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die mich interessieren. Die Seitenzahlen. Der Übersetzter. Informationen, die mir in der Bibliographie noch fehlen. Finde ich die Ausgabe und bin der Meinung, dass der Preis angemessen ist, dann zahle ich ihn. Plötzlich bin ich wieder ein sehr guter Kunde bei Amazon und bei Ebay. Die wundern sich wahrscheinlich. Bei Neuerscheinungen, seien es Bücher, Musik oder Filme, bin ich fast nur noch Digital-Käufer. Das hat sich auf unsere Regale sehr positiv ausgewirkt.

Was ich jetzt treibe, ist da ein wenig kontraproduktiv. Denn, wenn ich etwas habe, gebe ich es nur sehr ungern her.

Aber man entdeckt ständig interessante Sachen. Zum Beispiel fand ich in den »Maigret-Geschichten« aus dem Diogenes-Verlag, ein Indiz, dass mal etwas ganz Anderes geplant war. Die Geschichten sollten wohl in Hardcover-Ausgaben nach und nach erscheinen. Sonst hätte man den Band kaum mit dem Untertitel »Erste Folge« versehen.

Es kam anders. Die Geschichten kamen in Taschenbüchern nach und nach, wild verteilt. Bevor Diogenes dann zum Abschluss der Maigret-Reihe einen mächtigen Band mit über tausend Seiten hinterher schob, der alle Maigret-Geschichten enthielt.

Was zieht sich nun? Die Umsetzung der Webseite. Obwohl es kaum einen Tag gibt, an dem ich nicht ein, zwei Stunden an der Seite arbeite, verläuft die ganze Arbeit sehr, sehr zäh. Mal fehlt es an Bildern, mal fehlt es an bibliographischen Informationen. Dann muss ich mich noch mal in den Inhalt kurz einlesen. Es ist keine Qual, ganz und gar nicht, es macht riesigen Spaß. Aber bisher ist es ein wenig stupide Arbeit, da ich ich meiner Lust, die Bücher in die Hand zu nehmen und mich inhaltlich mit ihnen zu beschäftigen, nicht nachkommen kann.

Mein anvisiertes Ziel, die Seite Anfang Juni online zu nehmen, habe ich immer noch vor Augen. Aber mir ist auch klar, dass jetzt die schönen Tage beginnen; die Zeit, zu der wir wieder häufiger unterwegs sind. Etwas über die Hälfte habe ich wohl geschafft. Wenn man bedenkt, dass ich im Januar angefangen habe, ist leicht zu sehen, dass das ein recht sportliches Ziel ist.